Vortrag: Wenn der Astronaut mal muss

Über ökologische Kreisläufe auf Marsflügen und die möglichen Auswirkungen auf das Leben auf der Erde

Die künftigen Raumfahrer werden auf ein möglichst komplettes Recycling von Wasser und auch den Nährstoffen aus dem "Menschenmist" angewiesen sein, um die lange Reise überhaupt zu überleben. Das ist auf dem kleinen Raum einer Weltraumkapsel eine riesige Herausforderung. Die ForscherInnen versuchen heute, ein kleines, robustes, geschlossenes Ökosystem zu entwickeln, das als Lebenserhaltungssystem dient.

Unsere Erde ist sehr viel grösser, als eine Raumkapsel, aber nach Massstäben des Weltraums immer noch klein. Auch sie ist eine Art bewohnte "Kapsel" in der Wüste des Weltraums. Auch auf der Erde stossen wir Menschen mit unserer Technik an die ökologischen Grenzen des Planeten. Eines der grössten Probleme sind dabei weltweit gesehen, genau, menschliche Ausscheidungen, die Krankheiten verbreiten, das Trinkwasser vergiften etc. 

In ein paar wenigen Ländern (u.a. bei uns) ist es seit 200 Jahren üblich, den Menschenmist in das nächste Gewässer zu spülen, und seit 40-50 Jahren wird das Wasser vorher auch noch gereinigt. Das hat sich so etabliert, funktioniert akzeptabel aber die beste Lösung ist es in verschiedener Hinsicht nicht. Die Forschung für den Flug zum Mars kann uns hier ganz neue Wege aufzeigen, auch für uns, die unten bleiben....

Referent und Mitglied des Kulturvereins: Andreas Schönborn.
Andreas Schönborn ist Biologe, Dozent an verschiedenen Unis und forscht seit Jahren zum Thema Recycling.

DatumFreitag, 28. April 2017
Zeit20:00
OrtAtelier Porter, Kellermattstrasse 1, Udligenswil
Kostenkostenlos