9. Volkskulturfest OBWALD, Giswil > AUSGEBUCHT

Von der Lungerer Älplerchilbi zum «delirium melancholicum» hin zu den Campesinos im Hochland Mexiko

M E X I K O   -   F R I B O U R G   -   O B W A L D E N
DONNERSTAG 3. JULI - SONNTAG 6. JULI 2014

Vorwort Martin Hess,
Leiter Volkskulturfest Obwald 

Zwei langgehegte Wünsche leiteten mich in der Gestaltung unseres diesjährigen Programms:

Zum Einen, mein Wunsch, die Lungerer Älplerchibi Musik für‘s Volkskulturfest zu gewinnen. Dieses kleine Orchester, dass mit seiner ganz eigenen Art, jedes Jahr, die wohl schönste Alplerchilbi Obwalden‘s, in Lungern musikalisch begleitet. Acht Jahre versuchte ich sie für einen Auftritt zu gewinnen, sie haben mir immer abgesagt. Umso mehr freut mich ihre Zusage, dieses Jahr bei uns zu sein.

Zum Zweiten träumte ich davon, das wohl schönste Volkslied der Schweiz, das «Le Ranz des vaches» aus dem Freiburgischen, in unserer Lichtung zum klingen zu bringen. Laut Jean-Jacques Rousseau soll dieses «Lioba, lio-o-ba…» manche Schweizer Söldner zur Fahnenflucht bewegt haben, so sehr erweckte es in ihnen das «delirium melancholicum», das Heimweh. 

Vor vierzig Jahren reiste ich durch Mexico und entdeckte damals den Son Jarocho, eine Musik gespielt von Campesinos (Bauern) im Hochland zwischen Oaxaca und Veracruz, die mich mein ganzes Leben begleitete. Wenn unser Leben ein Film wäre, dann wäre es die perfekte Begleitmusik, Leben und Sterben, Freude und Leiden prägen sie. Der langgehegte Traum, sie einmal in unserer Lichtung zu haben, bewegte mich dazu, im Januar nach Mexico zu reisen. Ich fand sie, im Hochland hinter der Küste von Veracruz, Campesinos, die dem Schlag unserer Bergbauern sehr ähnlich sind. Mit harter Arbeit ringen sie ihrem kargen Land ihren Lebensunterhalt ab. Ihre tiefgründigen Lieder, begleitet von diversen Saiteninstrumenten und eines Quijada, dem Kieferknochen eines Esels, der als Rhythmusinstrument eingesetzt wird, berührten mich zu tiefst und meine Freude war gross, wie sie mir zusagten, die grosse Reise aufzunehmen und im Juli bei uns zu sein.

So wird unser diesjähriges Fest zu einer Chilbi und Fiesta, von den Bauern in Lungern und den Armaillis aus dem Kanton Freiburg, zu den Campesinos im Hochland Mexikos.

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Festivalleiter Martin Hess wird uns einen "Blick hinter die Kulissen des Festivals" werfen lassen!

Mario Lütolf

DatumSamstag, 05. Juli 2014
Zeit17:30
OrtGiswil, Obwalden. Ab Udligenswil ca. 17.30 Uhr, retour ca. 24:00 Uhr
KostenDie Eintrittskarten werden auf dem Bus abgegeben: 45 Franken (55.-/Nicht-Mtiglieder), Kat. 1, 3. Plattform, Reihen 305-309. KVU übernimmt Busfahrt von / nach Udligenswil. Verpflegung individuell auf dem Konzertplatz möglich. Der Reisecar kann zum Festgelände fahren. Dort können wir aussteigen (das Postauto hält auch dort) und danach sind es ein paar wenige Meter zu Fuss.

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